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Brillenschafzucht Radke

Bioland

Der Hof am Naturschutzgebiet Molsberger Tal

Unser Hof liegt idyllisch direkt über dem Naturschutzgebiet Molsberger Tal, im Weiler Molsberg. Das Wohnhaus wurde 1750 gebaut, die Nebengebäude später. 2005 wurden das Haus, die Scheune und etwas Grund erworben und nach gelungenem Umbau wohnen wir seit 2006 hier. Der Ort Molsberg liegt 515m über dem Meeresspiegel und hat derzeit 26 Einwohner. Mit drei kleinen Herden beweiden wir Wiesen zwischen Happurg, Schupf, Lieritzhofen und Alfeld, in der Hersbrucker Schweiz bei Nürnberg.


Die Geschichte unserer Brillenschafzucht

Anfangs hatten wir sechs verschiedene Schafrassen. Dazu zählten das Merinoschaf, das Jakobsschaf (Vierhornschaf), das Kamerunschaf, die grau gehörnte Heidschnucke, das Dorperschaf und das Brillenschaf. Dies stellte uns jedoch aus Zucht- und Platzgründen vor Stall- und Weidenprobleme. So haben wir 2010 beschlossen, uns auf eine Rasse festzulegen. Wir wählten die vom Aussterben bedrohte Rasse „Brillenschaf“. Seit 2012 sind wir eingetragene Herdbuchzüchter dieser Rasse. Zurzeit haben wir 26 Zuchttiere. Das Brillenschaf, auch als "Kärntner Brillenschaf" oder "Spiegelschaf" bezeichnet, ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Das Schaf ging aus der Kreuzung des alten Landschafs, dem Tiroler Bergschaf, Bergamaskershaf und dem Paduaner Seidenschaf hervor. Das Brillenschaf lebte im 18. und 19. Jahrhundert überwiegend in weiten Teilen Österreichs und im bayrische Alpen- und Voralpengebiet.


Das Schäferleben

Nach meiner Schulzeit und dem Militärdienst wurde ich Finanzbeamter auf Lebenszeit. Gebürtig in Feucht und Nürnberg lebten wir mit unseren beiden Töchtern viele Jahre in Nürnberg. Als engagierte Tierschützer unterstützten wir verschiedene Tierheime tatkräftig. Im Verlauf der Jahre konnten wir so viele Tiere bei uns aufnehmen und, durch eine Unterkunft bei uns, retten. So lebten zum Teil auch Exoten auf unserem Grundstück. Es waren unter anderem Weißbüscheläffchen, Papageien sowie Krähen, Ziegen, Hunde, Katzen und damals auch schon in Not geratene Ziegen und Schafe, die wir in unserer Doppelgarage unterbrachten, bis sie weiter vermittelt werden konnten. Die Autos standen da halt mal im Freien.

Mein Lebenstraum war ein eigener Hof im Nürnberger Land. 2005 haben wir diesen Traum realisieren können. Nach einiger Zeit hatten wir eine geringe Anzahl Ziegen und Schafe. Durch die freundlichen Angebote der Landwirte in der Region haben wir immer mehr Weideland dazu pachten und so auch die Anzahl unserer Tiere erhöhen können. Durch die notwendige Entscheidung nur eine Rasse zu halten, entstand auch das Interesse an einer eigenen artgerechten Zucht. Von Beginn an hat mich dabei mein Enkel Alexander auf dem Hof unterstützt. Damals, er war gerade mal 14 Jahre alt, war es eine Freude für mich zu sehen, wie er mit den Tieren umging, sie gut mit mir versorgte und immer wieder Fragen stellte, aus denen man erkennen konnte, dass ihm die Beschäftigung mit den Tieren Spaß und Freude bereitete. Im Lauf der Jahre nahm er mir viele beschwerliche Arbeiten ab, sodass wir – einfach ein gutes Team – uns entschlossen, gemeinsam die Brillenschafzucht anzugehen und zu intensivieren.








 

Aexander, geb. 1996,                                     Heinz, geb. 1947,

Landmaschinenmechatroniker                          Pensionist


Bio – warum?

Das Wohlbefinden der Tiere und eine  artgerechte Haltung hatte bei uns schon immer Priorität. Viel Platz im Stall, keine „Ausbeutung“ der Muttertiere durch zu häufiges Ablammen, natürlicher Aufwuchs der Lämmer bei den Müttern ohne Zugabe von Mastfutter. Alttiere werden bei uns nicht geschlachtet sondern bekommen – solange es aus tierschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist – ihr „Altenteil“. So war es ein ganz natürlicher Schritt, dass wir nach verschiedenen Lehrgängen, die sich mit dem Themen artgerechter Haltung, Beweidung und Bewirtschaftung befassten uns bio-qualifizieren zu lassen. 2012 EU-Bio, ab 2016 haben wir noch etwas drauf gelegt und sind ein Bioland qualifizierter Betrieb geworden.


Ziegen – warum Ziegen in einer Schäferei?

Bei der Beweidung fressen Ziegen und Schafe unterschiedliche Gräser und Kräuter. Z.B. verbeißen Ziegen auch Gehölze, die Schafe nicht fressen würden. So ergänzen sich Schafe und Ziegen bei der Erhaltung unserer Kulturlandschaft und tragen dazu bei, dass wertvolle Landschaftselemente erhalten werden können.


Unsere Mitgliedschaften - Zusammenarbeit

Im Landesverband bayrischer Schafhalter e.V. -  www.bhg-schafzucht.de

In der Schafhaltervereinigung Nürnberger-Land e.V. -

In der Arbeitsgemeinschaft Brillenschafe e.V. -  www.brillenschaf-arge.de

Im Bioland Landesverband Bayern e.V. -  www.bioland.de

Unser Eintrag der Herdbuchgesellschaft:

im Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V.   http://www.bhg-schafzucht.de


Ziele unser Zucht von Brillenschafen

Mit unserer Zucht möchten wir – Heinz Radke und Alexander Radke - den Brillenschafen ein gesundes und natürliches Leben geben. Die Rasse „Brillenschaf“ soll durch die 26 Züchter in Bayern unterstützt und gestärkt werden, nur so wird eine Tierart wirksam und nachhaltig vor dem Aussterben beschützt.


Das Lammfleisch

Das Fleisch des Lamms ist wegen seiner feinen Faserung in der Gastronomie sehr beliebt. Lammfleisch ist generell sehr zart. Der Geschmack ist mild und würzig. Das Fleisch des Brillenschafs kennzeichnet zudem ein dezenter Geschmack aus. Viele Köche im Alpengebiet sind von der Güte des Fleisches überzeugt und somit findet man es nicht nur auf einigen Speisekarten in Deutschland, Österreich und Italien wieder.

Der hohe Anteil an Vitamin B12, Vitamin A und  Vitamin C und der hohe Anteil an Eiweiß, Mineralstoffen und der niedrige Fettanteil  sind wichtige Qualitätsmerkmale.


Produkte – Lamm- und Zickleinfleisch, Wolle, Teppiche, Felle

Wir sind neben dem Fleisch des Lammes auch ein Lieferant von Zickleinfleisch. Das Ziegenfleisch zeigt ebenfalls durch unsere natürliche Haltung eine hohe Fleischqualität.

Die Wolle des Brillenschafs, wird auch Schlichthaarwolle genannt, hat einen CD-Charakter, ist von großer Länge und seidigen Glanz. Der jährliche Wollertrag eines Widders kann bis zu 5 kg betragen und bei den weiblichen Tieren bis 4 kg. Teppiche aus dieser Wolle, gefilzte Artikel, die Felle der Ziegen und Schafe und einiges mehr können Sie bei uns bestellen. Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Kontaktseite.













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Bild unserer Brillenschafe Heinz Radke Alexander Radke